Klimasünden im Haushalt
10 DINGE, DIE SIE WISSEN UND BEACHTEN SOLLTEN
Kochen und Backen
Tagtäglich wird in Millionen Haushalten gekocht und gebacken, Lebensmittel aufgetaut, aufgewärmt usw. Doch kaum jemand beschäftigt sich damit, wie sich das alles auf unseren Energieverbrauch und unser Klima auswirkt. Wussten Sie beispielsweise, dass 12 % des Stromverbrauchs in einem Haushalt allein auf kochen und Backen zurückzuführen sind? Aus diesem Grund haben wir versucht eine Aufstellung mit den „10 schlimmsten Klimasünden im Haushalt“ zu erstellen und geben gleichzeitig Ratschläge zur Verbesserung.
1. Jeder Topf hat einen Deckel!
Wird zum Kochen kein Deckel verwendet, steigt der Energieverbrauch erheblich. Der Deckel verhindert das Entweichen der Wärme und trägt somit auch zur Verkürzung der Gar- und Kochzeiten bei. Wenn Sie z.B. 1,5 Liter Wasser im offenen Topf zum Kochen bringen, wird im Vergleich zum Kochen mit Deckel drei Mal so viel Energie verbraucht!
2. Es kommt auf die Größe an!
Die Größe der Töpfe sollte zur Größe der Herdplatte passen. Ist der Topf z.B. 3 cm kleiner, gehen bereits ca. 30% der Energie verloren.
3. Druckkochtöpfe sind der Hit!
Energie kann ebenso durch die Verwendung eines Druckkochtopfes eingespart werden. Bei Speisen mit sehr langen Zubereitungszeiten kann die Zeitersparnis bis zu 70 % und die Reduzierung der Stromkosten zwischen 30 und 60 % betragen.
4. Weniger ist mehr
Wenn Sie am Elektroherd kochen, achten Sie darauf, so wenig Wasser wie möglich zu verwenden. Denn durch die geringere Menge wird das Wasser schneller erhitzt und sehr viel Energie gespart. Ein Zusatzeffekt dabei ist, dass die Speisen nicht ausgelaugt und verwässert werden.
5. Richtiger Geräteeinsatz
Nicht alle aufzuwärmenden Speisen müssen auf dem Elektroherd erhitzt werden! Wenn Sie etwa Tee kochen ist es viel energiesparender, den Wasserkocher zu verwenden. In einigen Bereichen weist auch der oft kritisierte Mikrowellenherd erhebliche Vorteile auf. Vor allem beim Erwärmen von kleinen Lebensmittelmengen ist der Energiebedarf im Vergleich zum Elektroherd erheblich reduziert. Auftauen hingegen erfolgt am energiesparendsten im Kühlschrank. Auch zum Warmhalten des Kaffees ist es nicht notwendig die Kaffeemaschine eingeschaltet zu lassen. Sinnvoller ist es stattdessen eine Thermoskanne zu verwenden!
6. Rezepte sind oft nicht energiesparend!
Speziell beim Backen werden Sie viele Rezepte finden, bei denen das Backrohr vorgeheizt werden soll bzw. Ober- und Unterhitze eingeschaltet werden sollen. Vergessen Sie diese Anweisungen! Alles wird genauso gelingen, wenn sie das Backrohr um 20-30 °C zurückdrehen, auf Umluft einschalten und das Vorheizen weglassen. Gleichzeitig sparen Sie noch Energie und tun etwas für unser Klima.
7. Wärme nicht verschwenden!
Bei Gar- und Backzeiten über 40 Minuten kann ohne weiteres 10 bis 15 Minuten vorher die Hitze abgedreht werden, um die Restwärme zu nutzen. Achte Sie darauf, die Kochstellen erst einzuschalten, wenn der Topf bereits am Herd steht.
8. Finger weg vom Backrohr!
Öffnen Sie das Backrohr nicht unnötig - dadurch gehen 20 % der Wärme verloren!
9. Klein, aber fein
Für die Zubereitung von kleinen Mengen ist die Verwendung von Toastern, Kleingrillern oder auch der Mikrowelle empfehlenswerter.
10. E-Herd ist nicht gleich E-Herd!
Zu guter Letzt noch ein Tipp zur Anschaffung eines neuen Elektroherdes: Wichtig ist es, beim Kauf auf ein geeignetes Kochfeld zu achten. Beispielsweise sind Ceranfelder um 10-20 % geringere Stromverbraucher als herkömmliche Kochfelder mit gusseisernen Platten. Am energiesparendsten sind Induktionskochfelder. Der Nachteil dabei ist allerdings, dass sie in der Anschaffung sehr teuer sind und spezielles Kochgeschirr benötigt wird.
